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Dämmerungseinbrüche

Anton Neier - Versicherungsmakler
Veröffentlicht von Anton Neier in Info · 8 Oktober 2020

Dunkelheit zieht Diebe an - Tipps zum Einbruchsschutz


Die Einbruchsaison beginnt, denn durch die verfrühte Dämmerung in den Monaten Oktober bis März schlagen Täter zwischen 16 und 21 Uhr besonders häufig zu. Aufgrund der frühen Dunkelheit wird in Häusern und Wohnungen oftmals bereits ab 16 Uhr das Licht angeschaltet. Einbrecher erkennen daran, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Außerdem werden Diebe in der Finsternis schlechter von Nachbarn oder Passanten entdeckt. Doch jeder kann etwas dagegen tun, um die Einbruchsgefahr zu minimieren.

Beliebte Einbruchsobjekte
Die betroffenen Wohnungen und Wohnhäuser sind meist gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden und ermöglichen den Tätern eine rasche Flucht. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen besonders im Fokus. Die Täter versuchen zumeist durch das Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen in das Wohnobjekt einzudringen.

Fenster und Terrassentüren als Gefahrenquelle
80 Prozent der Einbrüche in Ein- und rund 50 Prozent jener in Mehrfamilienhäuser passieren über Fenster oder Terrassen- sowie Balkontüren. Dies hat mehrere Gründe: Haustüren sind meist so positioniert, dass sie von Nachbarn und Vorübergehenden gut eingesehen werden können. Terrassen hingegen sind so ausgerichtet, dass die von der Straße aus nicht zu erkennen sind. Zudem bieten Sichtschutzanlagen, Hecken, Bäume und Sträucher gute Versteckmöglichkeiten, so dass Einbrechern viel Zeit für ihr unerkanntes Handeln bleibt. Wer sich vor Einbrechern schützen möchte, sollte daher keine allzu dichte Umpflanzung der Terrasse vornehmen.
Weitere beliebte Ziele von Einbrechern sind Fenster und Fenstertüren im unteren Geschoss. Sie werden nur selten eingeschlagen, weil das klirrende Glas Aufmerksamkeit erregen könnte. Vielmehr wird versucht, mit Hilfe von Hebelwerkzeugen die Rahmen vollständig zu öffnen. Besonders einfach gelingt dies bei gekippten Fenstern. Schließen Sie daher auch bei kurzer Abwesenheit immer die Fenster.
Zudem sollten alle Steighilfen, wie beispielsweise Mülltonnen, Gartenmöbel oder gar Leitern, die das Eindringen in höhere Stockwerke erleichtern, in einer Garage oder einem Gartenhaus eingeschlossen sein.

Was kann ich selbst tun?
Eigenschutz und gute Nachbarschaft sind eine gute Kombination. Halten Sie die Augen offen und achten Sie auf unbekannte Personen, denn Einbrecher spähen häufig bereits tagsüber aus, wo sie am Abend einsteigen wollen. Sie beobachten die Gepflogenheiten der Hausbesitzer und kundschaften aus, wo sich der Einbruch lohnt. Bitten Sie eine Vertrauensperson, bei Ihrer Abwesenheit nach dem Rechten zu sehen und den Postkasten zu entleeren.

Wer keine Gardinen oder anderweitige Fensterverkleidungen besitzt und seine Wertsachen offen in der Wohnung liegen lässt, motiviert Langfinger geradezu, sich zu bedienen. Bei längerer Abwesenheit lohnt es sich, alle Wertsachen ganz aus dem Haus zu nehmen und an einem sicheren Ort zu verwahren wie beispielsweise in einem Bankschließfach.

Achten Sie auf Qualität bei der Wahl von Fenstern, Türen und Schlössern und verschließen Sie alle Fenster sorgfältig. Knapp 44 Prozent aller misslungenen Einbruchsversuche scheitern an mechanischen Sicherungseinrichtungen. Denn je länger ein Täter braucht um einzudringen, desto schneller gibt er auf. Nach Angaben der Polizei geben Diebe meist nach drei Minuten auf, wenn sich in dieser Zeit Fenster und Türen nicht öffnen lassen.

Tipps zum Schutz vor Einbrechern
  • Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig. Zusammenhalt schreckt Täter ab!
  • Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial.
  • Licht in der Wohnung oder ein laufender Fernseher bzw. Radio verscheuchen Einbrecher.
  • Fenster, Terrassen- und Balkontüren schließen. Gekippte Fenster wirken geradezu einladend für Einbrecher.
  • Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
  • Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können.
  • Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren.
  • Außenbeleuchtungen am Grundstück nehmen dem Einbrecher die Möglichkeit, ungesehen um das Haus zu schleichen. Leitern, Werkzeuge und andere Hilfsmittel sollten unbedingt weggeschlossen werden.
  • Sichern Sie Terrassentüren und Fenster und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.
  • Außentüren und Fenster sollten stets geschlossen sein, wenn die Wohnung oder das Haus leer ist. Auch das Gartentor gehört abgeschlossen. Ein Schild "Warnung vor dem Hund" am Gartentor kann potenzielle Täter abschrecken.
  • Größere Geldbeträge, Schmuck und andere Wertsachen sind wahre Einladungen für jeden Einbrecher. Besser aufgehoben sind diese in einem Bankschließfach oder in einem befestigten Tresor mit Zahlenkombinationsschloss.
  • Arbeiten Sie in der Nachbarschaft im Team! Einbrecher hassen aufmerksame Blicke aus den anliegenden Grundstücken. Achten Sie auf verdächtige Geräusche, Personen und Fahrzeuge. Marke, Farbe und Kennzeichen von Autos notieren, die verdächtig erscheinen.

Auf frischer Tat ertappt – so Verhalten Sie sich, wenn der Einbrecher noch im Haus ist
  • Erwecken Sie den Eindruck, dass Sie nicht alleine sind. Rufen sie beispielsweise: „Peter! Hörst du das?“.
  • Drehen Sie das Licht auf.
  • Ermöglichen Sie dem Täter die Flucht, stellen Sie sich ihm nicht in den Weg
  • Vermeiden Sie jede Konfrontation, sonst könnte die Situation eskalieren
  • Merken Sie sich möglichst viele Details zur Person des Täters.
  • Rufen Sie sofort die Polizei unter 133 an und geben Sie bekannt, wie viele Täter Sie gesehen haben und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Halten Sie telefonische Verbindung mit der Polizei.
  • Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung und warten Sie auf der Straße auf die Polizei.

Unser Kooperationspartner das Büro für Sicherheit in Rankweil - Böhler Dominik berät Sie sehr gerne.






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